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Heute führt es uns zur Geburtsstätte Jesu – Bethlehem!

Wir fuhren mit dem öffentlichen Bus dorthin und für den restlichen Weg nahmen wir uns ein Taxi. Das ist immer wieder ein herrliches Erlebnis: nicht nur, dass man in interessante Gespräche verwickelt wird, sondern auch dass man auf geschickte Art und Weise überrumpelt wird, noch diese und jene Sightseeingtour zu machen und man etwas tiefer in den Geldbeutel greifen muss. So kamen wir zunächst nicht zur Geburtstkirche, wo wir ja eigentlich hin wollten, nein, wir landeten ganz woanders, nämlich zunächst an dem Ort, an dem Erzengel Gabriel die Verheißung verkündete. Wir konnten dem Taxi Driver nur danken, denn wir hatten Gänsehauterlebnisse, als wir in einer grottenähnlichen Kapelle zusammen mit einer indonesischen Pilgergruppe saßen und ihren Gesängen lauschten. Im Anschluss daran traf man sich mit noch anderen Pilgern in der Kirche wieder und wir sangen alle zusammen „Amazing Grace“! Es war einfach nur „göttlich“! Uns standen die Tränen in den Augen! Obwohl wir uns nicht zu den Pilgern zählen und ich persönlich nicht sehr religiös bin, muss einen so etwas einfach nur berühren. Man fühlt sich zeitversetzt, losgelöst von allem, irgendwie nicht von dieser Welt, trotzdem mit allen verbunden! Kaum zu beschreiben, wenn man es nicht selbst erlebt hat!

Erzengel Gabriel Kirche
Indonesische Pilgergruppe

Weiter ging es zur Maria-Milch Kirche. Hier hat Maria ihren Sohn gestillt und es heißt, dass die rötliche Grotte durch die Milch ihre nun weißliche Farbe hat und dass diejenigen Frauen, die sich etwas von der Wand der Grotte nehmen und in Pulverform trinken, zur Niederkunft kommen werden. Ein schöner Mythos!

Lena gab sich diesem „Irrglauben“ natürlich nicht hin, wollte jedoch ein wenig spenden und brachte somit ihrer Schwester daheim ein kleines Beutelchen mit weißem Pulver mit, wobei sie insgeheim wusste ins Schwarze zu treffen. Ihre Schwester wünschte sich seit sehr langem ein Baby, doch jegliche Bemühungen scheiterten bisher. Es zerriss sie innerlich!  Als sie das „Maria“ Pulver in den Händen hielt und sich die wunderschöne Geschichte anhörte, schmunzelte sie zunächst. Doch es ließ ihr keine Ruhe und sie trank tatsächlich ein Glas davon.

Es mag Magie sein, ein heiliges Wunder oder einfach nur Glück – ein paar Wochen später erhielten wir die frohe Botschaft, dass sie schwanger sei! Als ich diese Nachricht hörte, lief es mir kalt den Rücken hinunter! Man sagt doch immer: „Der Glaube versetzt Berge!“ … und das war tatsächlich geschehen!

Maria Milch Kirche

Ein Abstecher zu einer Holzwerkstatt, gab uns durch dessen Dachterrasse einen fantastischen Panoramablick über Betlehem! Ein Bummel durch die Basarstraßen, Märkte und die Geschäfte ist wirklich lohnenswert!

Omar Moschee am Manger Platz
Geburtskirche Jesu

Schließlich kamen wir doch noch zur Geburtskirche, in der wir Menschen aus aller Herren Länder vorfanden. Auch hier versammelten sich dieses Mal Norweger, Holländer, Russen und andere am Geburtsstein, um gemeinsam „Stille Nacht, Heilige Nacht“ zu singen. Ein Gefühlsrausch nach dem anderen umhüllte mich! Einfach unfassbar schön!

Kaum zu glauben: Der Eingang der Geburtskirche!
Geburtsstein mit dem 14-zackigen Stern in der Grotte der Geburtskirche

Nach dem Sightseeing jetzt gemütlich ein wenig essen und trinken und das fröhliche Treiben am Manger Platz genießen! 🙂

Abends erwartete uns dann in Jerusalem noch ein weiteres Highlight:
Wir erreichten das Jaffa Tor und besuchten ein paar Meter weiter die David Zitadelle,
eine im Jahre 24 vor Christus von Herodes dem Großen auf dem westlichen Hügel Jerusalems erbaute Festung mit drei massiven Verteidigungstürmen.

Der Besuch am Abend ist sehr lohnenswert, da die Lightshow innerhalb der alten Mauern in fantastischen Inszenierungen, Farben und Klängen die Geschichte
Jerusalems von den biblischen Anfängen bis in die Gegenwart erzählt!! Ich habe es jetzt bereits zum 3. Mal erlebt und bin immer noch hingerissen!

Davidzitadelle, Jerusalem
Davidzitadelle
Lightshow Davidzitadelle, Jerusalem
Licht-Show in der Davidzitadelle

Bei Versavee, einem nahegelegenen urgemütlichen Lokal in einem schönen Innenhof des imposanten New Imperial Hotels, ließen wir den Abend mit einem „Erfrischungsgetränk“ ausklingen. Der Kellner Jacob war äußerst nett und zuvorkommend. Eigentlich wollten sie gerade schließen, doch wir bekamen noch ein riesen großes Kaltgetränk und durften noch lange verweilen! Wir wussten jetzt schon, dass Jacob uns nicht zum letzten Mal sehen würde! 🙂


2 Kommentare

Erika Philipsenburg · Oktober 6, 2015 um 6:14 pm

Wir hoffen, daß Ihr von den Aufständen nichts mitbekommt! Eure wunderschöne und intessante Reise verfolgen wir mit Spannung. Nach dem 1.Oktober haben wir keinen weiteren Bericht erhalten. Bitte meldet Euch! Alles Liebe ,gute Weiterfahrt und problemlose schöne Tage wünschen Euch Philip und Eka

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